04.09.2017

Jung-Schiedsrichter-Lehrgang

Autor / Quelle: Noah Thiele und Schams Golzari

Jung-Schiedsrichter-Lehrgang des Verbandes in Barsinghausen. Noah Thiele und Schams Golzari waren dabei.

Buxtehude.
Vor einiger Zeit wurden wir vom KSL Marcel Baack gefragt, ob wir Lust hätten bei einem Jung-Schiedsrichter-Lehrgang in Barsinghausen teilzunehmen. Der Jung-Schiedsrichter-Lehrgang findet dreimal im Jahr in Barsinghausen, in der Sportschule II, statt. Dorthin können die Kreise mögliche Teilnehmer an den jeweiligen Bezirk melden, und von dort aus werden dann vom Bezirk die Teilnehmer an den Verband gemeldet. Die Teilnehmer sind alle im Alter von 15 bis 18 Jahren. Das Ziel des Lehrgangs besteht darin, die Basiskompetenzen eines SR zu vertiefen und eventuell junge Talente frühzeitig zu erkennen und zu fördern. Um dies umzusetzen wird ein Programmplan vom Lehrgangsleiter erstellt.

Der Lehrgang fand nun vom 03.07.2017 bis zum 06.07.2017 statt. Und nun wollen wir von diesem sehr lehrreichen und interessanten Lehrgang berichten.

Montag, 03.07.2017
Um 07:34 Uhr fuhren wir mit dem Zug, von Buxtehude aus, Richtung Hamburg-Harburg. Dort stiegen wir in den ICE Richtung Hannover um. Von dort aus fuhren wir mit der S-Bahn nach Barsinghausen. Insgesamt betrug die Fahrtzeit 2,5 Stunden. Wegen der bekannten Überpünktlichkeit der Stader, waren wir auch fast anderthalb Stunden zu früh da und durften direkt als erste Lehrgangsteilnehmer unsere neu renovierten Zimmer in der Sportschule beziehen. Nach und nach kamen dann die Jungs aus den anderen Kreisen an und man tauschte sich ein wenig aus. Um 12 Uhr aßen wir mit den anderen Teilnehmern zu Mittag und vertieften unsere Gespräche. Nach dem Mittagessen wurde der Lehrgang dann offiziell vom Lehrgangsleiter Günther Thielking und Lehrgangsbetreuer Marco Scharf (beide Kreis Cuxhaven) eröffnet. Nach einem kleinen Rundgang über das Gelände der sehr schönen Sportschule und der dazugehörigen Anlage, folgte die erste Arbeit über die Regel 12 (Verbotenes Spiel und unsportliches Betragen). Am späten Nachmittag wurden wir dann in 3 Gruppen eingeteilt in denen wir bis zum nächsten Tag ein Referat über Präventionsarbeit eines Schiedsrichters vorbereiten sollten. Um den Tag perfekt ausklingen zu lassen, bekamen wir nochmal von Regionalliga-Schiedsrichter und 2. Liga Assistent Henrik Bramlage besuch. Er hat ein wenig von seinem Alltag als Profi Schiedsrichter erzählt und wir hatten die Möglichkeit uns danach mit ihm auszutauschen und ihm Fragen zu stellen. Er gab uns einen sehr tollen Einblick über seinen Werdegang und gab uns den Tipp einen gesunden Ehrgeiz zu besitzen und auch mal Rückschläge wegstecken zu können. Mit seiner authentischen und offenen Art kam er sehr gut bei uns an und ließ auch keine Frage unbeantwortet. Fix und fertig arbeiteten wir dann noch in unseren freien Zeit bis knapp 23 Uhr an unserem Referat weiter.

Dienstag, 04.07.2017
 Am Dienstag stand, nach dem sehr guten Frühstück, die praktische Prüfung an. Diese Prüfung bestand aus dem Cooper-Test. Beim Cooper-Test muss der Läufer eine festgelegte Distanz in 12 Minuten zurücklegen. Unser Ziel war es mindestens 2400m zu absolvieren. Wir erreichten beide sehr gute Ergebnisse, Noah lief 3250m und Schams 3050m in 12 Minuten. Nach diesem Lauf mussten wir noch einen 200m Sprint und einen 50m Sprint absolvieren. Auch diese beiden Tests wurden bestanden. Von der Praxis ging es nun auch gleich wieder zur Theorie. Im gesamten Plenum besprachen wir nochmal die wichtigsten Punkte jeder einzelnen Regel. Somit wurde wieder eines der Ziele aufgegriffen - Grundkompetenzen eines SR zu festigen-. Folgend hielten wir eine kleine Präsentation über das Thema "Agieren statt reagieren durch Prävention". Diese Präsentation hatten wir am Vortag mit fünf anderen Teilnehmern ausgearbeitet. Für unsere Präsentation erhielten wir überwiegend positives Feedback. Nach dem Abendessen setzten wir uns erneut im Plenum zusammen. Das Thema nun war "die perfekte Planung vor dem Spiel". Wir diskutierten gemeinsam über verschiedene Punkte zu diesem Thema. Marco Scharf - Regionalliga-Schiedsrichter aus dem Bezirk Lüneburg- ergänzte zwischendurch immer wieder verschiedene Punkte. Somit konnten wir alle von seiner Erfahrung profitieren und viele nützliche Tipps zur Planung mitnehmen.

Mittwoch, 05.07.2017
Heute war wohl der beste und der schlechteste Tag zugleich, denn heute stand der Regeltest an für den wir die letzten Tage und Wochen so intensiv gelernt haben. Wir sind vorher noch einige Sachen durchgegangen und haben noch die ein oder andere Frage gestellt bevor es dann endgültig los ging. Wir beide waren am Anfang ziemlich aufgeregt, weil wir nicht wussten was uns vom Schwierigkeitsgrad her erwartet und wir einfach das bestmögliche Ergebnis erzielen wollten. Diese Aufregung war im Nachhinein völlig überflüssig, da der Regeltest nur aus Fragen bestand, die wir während der Unterrichtseinheiten mehrmals besprochen haben. Wir waren ziemlich erleichtert als wir den Prüfungsraum verließen und freuten uns innerlich, endlich alle Leistungsprüfungen hinter uns zu haben. Während die Neugier für die Testergebnisse immer weiter stieg, ging es für uns zum traditionellen Turnier der Bezirke, wo alle Bezirke gegeneinander Fußball spielten. Nach einem spannenden Halbfinale und einen bravurös haltenden Marco Scharf ging es für uns ins Finale, welches wir haushoch verloren. Jedoch stand der Spaß im Vordergrund und wir konnten uns alle ein wenig von dem ganzen Stress erholen und abschalten. Was wirklich hervorzuheben ist, ist dass die Teilnehmer meistens sehr vorsichtig gespielt haben und ein Tor kassierten als eine Verletzung des Gegenspielers in Kauf zu nehmen. Klasse! Zum Schluss gab es dann auch noch die Prüfungsergebnisse die insgesamt wirklich sehr gut ausgefallen sind.

Donnerstag, 06.07.2017
Am letzen Tag stand nicht mehr viel auf dem Plan. Nachdem wir die Zimmer aufgeklart haben, sprachen wir im Plenum noch darüber, ob die sozialen Netzwerke eine Gefahr für Schiedsrichter darstellen können. Hier bekamen wir erschreckende Bespiele vorgeführt, was sich alles negativ auf den SR auswirken kann. Das können z.B. eigene private Mitteilungen sein, oder auch Markierungen die von Mannschaften vorgenommen wurde. Zudem besteht das höhere Risiko, dass man z.B. Droh-Nachrichten oder ähnliches erhält. Das Letztere kommt öfter vor als man es sich vorstellt, was uns alle zum grübeln gebracht hat, ob man sich nicht doch von der einen oder anderen Plattform abmelden sollte. Nach dem Evaluationsgespräch, traten alle Teilnehmer die Rückreise an. Wir können jeden Jung-SR, der Interesse an solch einen Lehrgang hat, die Teilnahme empfehlen. Der Lehrgang war sehr lehrreich, alle Ziele wurden erreicht und wir lernten 21 andere Jung-SR kennen, mit denen man sich austauschen konnte. Besonders hervorzuheben ist es, dass auch ein Mädchen am Lehrgang teilgenommen hat. Hier wurde auch der Wunsch von den Lehrgangsbetreuern geäußert, dass mehr Mädchen am Lehrgang teilnehmen sollten. Begrüßen würden sie es auch, wenn es nicht nur ein Mädchen ist, sondern zwei, drei oder auch gerne mehr. Also an alle weiblichen Jung-SR, traut euch, und an alle Lehrwarte, schickt mehr weibliche Jung-SR zu den Jung-SR-Lehrgängen. Wir bedanken uns nochmals recht herzlich bei Günther Thielking und Marco Scharf die uns während der gesamten Lehrgangszeit beiseite standen und uns unterstützten. Mit Ihnen stand en uns zwei sehr erfahrene Lehrgangsbetreuer zur Seite, die mit Ihrer Art ständig für eine lockere Stimmung gesorgt haben. Marco hat extra Urlaub genommen um bei diesem Lehrgang dabei zu sein. Auch vielen Dank an unseren KSA und den Bezirk Lüneburg, der sich dafür eingesetzt hat uns zum Lehrgang zu schicken und uns toll darauf vorbereitet hat. Vielen Dank für diese unvergessliche Zeit!!

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Seite zuletzt aktualisiert am: 07.12.2017

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